Dietlinde Ellsässer

Mach ja kein Theater

Mach ja kein Theater

»Mach ja kein Theater!« sprach einst ihre Mutter, »also sei still! Füg’ dich! Tanz nicht aus der Reihe! Zick bloß nicht rum«.
Dietlinde Ellsässer, mit Fleiß, tat’s trotzdem. Ganz im Sinne des Wortes. Und sehr erfolgreich auch: sie wurde Schau- spielerin – und gar, wie ’s heißt: »Königin, First Lady« des Theaters Lindenhof in Melchingen auf der Schwäbischen Alb.
Ihrem Buch »Mach ja kein Theater!« stellt Dietlinde Ellsässer das Bekenntnis vorne an: »Nein, ich bin keine Schriftstellerin, bin eher eine Wortwerkerin, mehr eine Sprachliebhaberin! Und ja, ganz am Anfang war die Muttersprache. Das geltende Wort der Mutter. Ihr Erbe trage ich auf der Zunge. Den Witz und den Wunderfitz hab’ ich von ihr. Oder, ganz wie beim Albert Einstein: ›Ich habe keine besondere Begabung, ich bin nur leidenschaftlich neugierig.‹
Was Dietlinde Ellsässer jetzt vorlegt, das ist keine Autobio- grafie, kein Roman – und auch nicht die Melchinger Theater- geschichte.
Um’s in ihren Worten zu sagen: »Ich schlag mich und schreib mich durch mein Lebensgestrüpp, bleib auf meinem eignen Weg. Ach, es ist nicht leicht, die zu werden, die man ist. Aber wenn sich beim Schreiben das Feste und Gesetzte in Herz und Hirn verändern, dann geht vielleicht doch noch was. Womöglich ist das aber mehr ein Wunsch als eine Wahrheit – und wenn, dann halt meine ... «